Ableton kündigt Live 7, neue Instrumente und die Ableton Suite an - KlingKlangKlong! Pro-Audio und MI News auf Deutsch
Hallo und herzlich willkommen bei KlingKlangKlong, dem Blog für Neuigkeiten aus dem Bereich ProAudio und Musikinstrumente! Nun werden Einige sagen, dass es News zu diesem Thema doch reichlich gibt. Stimmt. Allerdings meist nicht auf Deutsch. Und genau deshalb betreibe ich ab jetzt dieses Weblog.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Blog erhebt auf gar keinen Fall den Anspruch, vollständig und täglich up-to-date zu sein. Ich veröffentliche hier nur Nachrichten, die ich für interessant halte. Und falls die Infos hin und wieder ein bis zwei Tage alt sein sollten, bitte ich hiermit auch gleich um Vergebung.
interessante Links: sec7: Bei Gestaltungsfragen die erste Wahl
Ableton kündigt Live 7, neue Instrumente und die Ableton Suite an
Geschrieben um 16:22 am 7.10.2007
Abletons Sequenzer Live hat sich über die Jahre zu einer festen Größe im Bereich der Musik-Software entwickelt. Dazu beigetragen hat einerseits sicherlich das innovative Konzept der Software, andererseits aber auch, dass die Damen und Herren aus der Schönhauser Allee in Berlin immer ein offenes Ohr für die Wünsche ihrer User haben. Das und der Umstand, dass Live bisher relativ Fehlerfrei bei seinen Kunden ankam, lassen immer mehr Musiker zu Fans dieser Software werden.
Vergangenen Freitag nun kündigte Ableton die siebente Version von Live an. Die Neuerungen und Verbesserungen gehen nicht wie bei den meisten Mitbewerbern in die Hunderte. Dafür sind sie allesamt sinnvoll und werten Live weiter auf. Und das ist laut Ableton alles neu in Live 7:
Die überarbeitete Audio-Engine bietet eine gesteigerte Audio-Qualität mit 64-bit-Summierung, POW-r-Dithering, optimierter Sampleraten-Umwandlung und weiteren Verbesserungen.
Der neue Kompressor arbeitet mit drei Kompressionsmodellen; Der neue Kompressor wie auch Gate und Auto Filter sind voll Sidechain-fähig.
Operator, Dynamic Tube und Saturator bieten nun einen "High-Quality"-Modus für Aliasing-armen Betrieb; so werden typische "digitale" Artefakte deutlich reduziert.
Die Bedienoberfläche von EQ Eight wurde verbessert; der neue 64-bit-Modus erhöht die Präzision der Audioberechnung.
Das neue "Spectrum" stellt mit Hilfe von Spektralanalyse beliebige Audiosignale innerhalb von Live grafisch dar.
Die MIDI-Engine wurde überarbeitet, um Timing-Fehler (Jitter) bei der MIDI-Aufnahme zu minimieren.
Hardware ist jetzt nahtlos in Live integrierbar: Hardware-Synthesizer und -Effekte lassen sich wie Software-Plug-Ins in Geräteketten einfügen.
Eine neue Speicherverwaltungs-Technologie erlaubt es den Anwendern großer Sample-Libraries eine eindrucksvolle Zahl von Instrumenten gleichzeitig zu verwenden. Dazu müssen Sie keinerlei Einstellungen vornehmen; Live sorgt automatisch für optimale Speicherausnutzung.
Wechsel der Taktart können in das Arrangement eingefügt und mit Session-Szenen verknüpft werden.
Sowohl gewarpte als auch nicht gewarpte Videos können als Dateien exportiert werden.
Pro Spur können mehrere Automationsspuren gleichzeitig angezeigt undbearbeitet werden.
Eine neue "Tempo Nudge"-Funktion macht es einfacher, Live auf der Bühne zu Musikern oder DJs zu synchronisieren.
REX-Dateien können wie WAV- oder AIFF-Dateien wiedergegeben und per Drag'n'drop verschoben werden.
Live, Operator und Sampler wurden auf Anregungen der Anwender hin in vielen kleinen Punkten verbessert.
Das neue "Drum Rack" erleichtert die Arbeit an Beats über ein einfaches Drag'n'drop-Interface und bietet kreative Möglichkeiten für die Produktion von Beats.
Eine Benutzeroberfläche mit gewöhnlichen Drumpads erlaubt Drag'n'drop von Samples, Instrumenten und Effekten.
Jedem Pad lässt sich ein eigenes Sampler-, Simpler-, Operator- oder sonstiges virtuelles Instrument oder Plug-In zuordnen, ebenso wie eine eigene Effektkette.
Die Slicing-Funktion füllt ein Drum Rack mit den einzelnen Sounds einer REX-Datei oder eines Audio-Loops. Die Originalsequenz liegt als MIDI-Clip vor, so dass sich die Events problemlos ersetzen, durcheinander würfeln oder neu aufnehmen und natürlich auch einzeln bearbeiten lassen.
Jedes Drum Rack lässt sich mit eigenen Sends, Returns und Submixes versehen.
Jedes Pad lässt sich als Mixer-Kanalzug in der Session-Ansicht darstellen.
Jede Drum kann für separate Kontrolle über Pattern und Sound aus ihrem Rack gezogen werden.
Zudem hat Ableton noch sieben neue Ableton Instrumenten-Pakete angekündigt, die den gesamten Bereich einer Musikproduktion abdecken. Von Akustischen Instrumenten über E-Pianos, Synthesizer, Drums und Orchester-instrumenten ist alles vorhanden. Die Instrumente sollen sich nahtlos in Live integrieren und durchaus moderat mit den Rechner-Resourcen umgehen.
Mit der Ableton Suite bietet Ableton nun auch in Komplettpaket, dass neben Live auch Operator, Sampler und die neuen Instrumente enthält.
Alle Produkte sollen noch in diesem Jahr erscheinen. Eine Übersicht über die Preise findet sich auf der Ableton Home-Page.